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Rätsel für Senioren

Das beste Rätsel ist das, was tatsächlich gemacht wird. Wichtiger als die Art ist deshalb der Schwierigkeitsgrad: anstrengend, aber lösbar. Und bei nachlassendem Sehvermögen entscheidet die Größe der Kästchen mehr als die der Schrift.

Rätsel sind Beschäftigung und Zeitvertreib, keine Behandlung. Sie können eine Demenz weder aufhalten noch bessern. Was sie leisten können, ist Freude, Struktur im Tag und ein Erfolgserlebnis, und das ist Grund genug.

Rätsel sind der Klassiker unter den Geschenken, und sie landen erstaunlich oft ungenutzt in der Schublade. Meist aus einem von zwei Gründen: Sie sind zu schwer, dann wird es frustrierend. Oder sie sind zu leicht, dann fühlt sich der Beschenkte nicht ernst genommen, was schlimmer ist.

Die Arten im Vergleich

Kreuzworträtsel sind der Dauerbrenner, weil sie auf Allgemeinwissen und Wortschatz zugreifen, und beides bleibt im Alter gut erhalten. Sie lassen sich zwischendurch weglegen und später fortsetzen, was ein unterschätzter Vorteil ist. Achten Sie auf die Größe der Kästchen, nicht auf die der Fragen.

Sudoku braucht kein Wissen, nur Logik, was für Menschen mit Sprachschwierigkeiten ein Vorteil sein kann. Wer es nie gemacht hat, findet den Einstieg allerdings mühsam, das ist keine Alterssache, sondern gilt für jeden.

Wortsuchrätsel gelten als einfach und werden deshalb oft unterschätzt. Sie trainieren gezielt die visuelle Suche und haben einen praktischen Vorteil: Man kann sie kaum falsch machen, es gibt kein Scheitern, nur unterschiedlich langes Suchen.

Puzzles arbeiten anders als alle anderen, weil sie räumliches Vorstellungsvermögen und Feinmotorik verbinden. Es gibt sie mit wenigen großen Teilen und dennoch erwachsenem Motiv, was wichtig ist: Ein Kinderpuzzle mit Bauernhofmotiv ist eine Kränkung, ein Puzzle mit fünfzig großen Teilen und einem Landschaftsmotiv nicht.

Kartenspiele gehören eigentlich auch hierher. Skat, Rommé oder Canasta fordern Merken, Rechnen, Vorausdenken und dazu das Lesen der Mitspieler. Das ist anspruchsvoller als jedes Heft und macht zu mehreren mehr Freude.

Worauf es beim Kauf ankommt

Bei Heften ist Großdruck das entscheidende Stichwort, aber prüfen Sie, worauf es sich bezieht. Manche Hefte drucken nur die Fragen groß und lassen die Kästchen so klein wie zuvor. Geschrieben wird aber in die Kästchen, und wer mit zittriger Hand schreibt, braucht dort den Platz.

Beim Papier lohnt ein Blick: Dünnes, glänzendes Papier schlägt durch und blendet unter der Leselampe. Mattes, festeres Papier ist angenehmer, und der Stift reißt keine Löcher hinein.

Achten Sie außerdem auf die Bindung. Hefte, die sich flach auf den Tisch legen lassen, sind deutlich bequemer als solche, die man mit einer Hand aufhalten muss, während man mit der anderen schreibt.

Wenn eine Demenz im Spiel ist

Hier ändern sich die Regeln grundlegend. Klassische Rätsel mit eindeutiger Lösung machen das Scheitern sichtbar, und das ist das Gegenteil von dem, was helfen soll. Was gut funktioniert, sind Aufgaben ohne richtig und falsch.

Sortieren und Zuordnen zum Beispiel: Knöpfe nach Farben, Besteck einräumen, Wäsche zusammenlegen. Das wirkt banal, ist aber sinnvolle Tätigkeit mit sichtbarem Ergebnis und ohne Bewertung. Ebenso Sprichwörter ergänzen, alte Lieder, Fotos betrachten und darüber sprechen.

Diese Dinge greifen auf sehr alte, tief verankerte Erinnerungen zu, und die bleiben oft lange erhalten, wenn das Kurzzeitgedächtnis schon nachgelassen hat. Genau deshalb gelingen sie und geben ein Erfolgserlebnis.

Vermeiden Sie Zeitdruck, Wettbewerb und alles, was nach Test aussieht. Und wenn eine Aufgabe an einem Tag nicht gelingt, die am Vortag noch ging, legen Sie sie beiseite, ohne es zu kommentieren.

Der Schwierigkeitsgrad

Der nützliche Bereich liegt dort, wo es anstrengt, aber lösbar bleibt. Praktisch heißt das: Wenn drei von vier Aufgaben gelingen, stimmt der Grad. Gelingt alles, war es zu leicht. Gelingt die Hälfte nicht, wird das Heft weggelegt.

Weil sich dieser Bereich mit der Übung verschiebt, lohnt es sich, beim nächsten Kauf eine Stufe höher zu gehen. Und wechseln Sie die Art: Wer zwanzig Jahre dasselbe Kreuzworträtselheft löst, wird sehr gut in genau diesem Heft und sonst nirgends.

Häufige Fragen

Was passt bei schlechten Augen?

Großdruck-Hefte mit großen Kästchen und Puzzles mit wenigen, großen Teilen und erwachsenem Motiv.

Was eignet sich bei Demenz?

Aufgaben ohne richtig und falsch: Sortieren, Zuordnen, Sprichwörter, Fotos. Keine Rätsel mit Lösung, kein Zeitdruck.

Wie schwer sollte es sein?

So, dass etwa drei von vier Aufgaben gelingen. Alles gelöst heißt zu leicht.

Hat Ihnen das geholfen?

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